Electricite

PARIS (dpa-AFX) - Der Verfall der Strompreise in Europa hat auch beim französischen Energiekonzern EDF (Electricité de France (EDF)) Spuren in der Bilanz hinterlassen. Hinzu kamen Probleme bei Reaktoren, die außerplanmäßig vorübergehend stillgelegt wurden. Der Gewinn vor Sonderposten ging 2016 um 15 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zurück, wie das größtenteils staatliche Unternehmen am Dienstag in Paris mitteilte. Damit aber übertraf EDF deutlich die Erwartungen der Analysten. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fiel um sieben Prozent auf 16,4 Milliarden Euro. EDF hatte Mitte Dezember gewarnt, dass der operative Gewinn auf 13,7 bis 14,3 Milliarden Euro sinken werde.

Die 2016-Resultate zeigten, dass das Fundament von EDF robust sei, sagte Unternehmenschef Jean-Bernard Levy während einer Telefonkonferenz. "Wie bereits prognostiziert, 2017 wird ein schwieriges Jahr und 2018 wird das Jahr der Wende."

Auf die Probleme hat EDF bereits mit Stellenstreichungen und weniger Investitionen reagiert. Um sich neue finanzielle Spielräume zu eröffnen, will der Konzern im laufenden ersten Quartal über die Ausgabe neuer Aktien vier Milliarden Euro einsammeln. Zudem will EDF sich bis 2020 von Unternehmensteilen in Höhe von 10 Milliarden Euro trennen. Mit dem Geld will der Konzern vor allem den Umbau der französischen Atomwirtschaft stemmen. So übernimmt EDF das Reaktorgeschäft von Areva (Areva - Societe des Participations du Commissariat a LEnergie AtomiqueCertdinvestpriv) und will ein neues umstrittenes Kernkraftwerk in Großbritannien bauen./mne/stb

Source : http://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/EDF-mit-geringerem-Gewinnrueckgang-als-erwartet-1001747545

EDF mit geringerem Gewinnrückgang als erwartet
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